Unternehmerinnen in Indien Unterfinanziert

Unternehmerinnen in Indien, die kleinste, kleine und mittelgroße Firmen( KKMU) führen, sehen sich mit größten Schwierigkeiten konfrontiert, nötige Finanzierungen durch die Finanzinstitute zu decken.

Nur etwa 27 Prozent ihres Finanzbedarfs wird von den Banken gedeckt. Immerhin repräsentieren diese Unternehmerinnen 10 % aller KKMU.

Eine Studie des IFC (Mitglied der Weltbank)  mit dem Titel „Den Zugang zu Finanzierungen verbessern für Unternehmerinnen in Indien“ belegt, dass vom Finanzbedarf von 158 Mrd. US-Dollar lediglich 42 Mrd. US-Dollar zur Verfügung gestellt werden. Es klafft also eine Finanzierungslücke von 116 Mrd. US-Dollar.

Geschätzte 3 Millionen Unternehmerinnen beschäftigen über 8 Millionen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie sind damit eine ernst zu nehmende Wirtschaftsgröße und bieten ein gehöriges Arbeitsplatzpotential.

Zudem weist die Studie darauf hin, dass die Vergabe von Darlehn und Krediten an Frauen in etwa zwei Mal so profitabel ist, im Vergleich zu männlichen Unternehmern. Die Geschäftsfrauen haben sich längst als viel stärkere und verlässlichere Kreditnehmer heraus gestellt, die sehr zuverlässig ihre Schuldenlast abtragen. Diese wichtige Tugend der Verlässlichkeit wird von vielen männlichen Entscheidungsträgern bei Banken völlig außer Acht gelassen.

Der Zugang zu Finanzierungen für indische Geschäftsfrauen ist entscheidend für die prosperierende Zukunft dieser Unternehmen und deren Arbeitsplätze. Ein Umdenken der Verantwortlichen ist deshalb schnellstens erforderlich. Diese Studie hat die Funktion eines Weckrufes an die Finanzwelt. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Ruf auch tatsächlich gehört wird.

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