Ritterschlag: UNESCO-Welterbe

Der international begehrte Titel “UNESCO- Welterbe” ist längst gleichbedeutend mit einem Ritterschlag für Besonderes, Einmaliges.

Weltweit gibt es derzeit fast Eintausend ausgezeichnete “Weltwunder”. Genau betrachtet handelt es sich um 759 Kulturdenkmäler, etwa 200 Natur- und 30 Natur-Kultur-Denkmäler.

Seit Inkrafttreten der Welterbe-Konvention haben diese bis heute 190 Staaten ratifiziert. Gesteuert wird die Vergabe der Welterbe-Titel vom nur 21 Mitglieder (die im Vier-Jahres-Rhythmus wechseln) umfassenden “World Heritage Commitee”.

Heute stehen in 160 Ländern Mitgliedsstaaten UNESCO-Kultur- und Naturdenkmäler. Der Titel Welterbe ist insbesondere für die Entwicklung des Tourismus eines Landes von zumeist überragender Bedeutung. So ist es verständlich, dass gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern eine solche Auszeichnung äußert begehrt ist, stellt sie doch neben ökonomischen Interessen auch ein politisches “Inklusions-Projekt” dar. Dazugehören zu den wichtigen und mächtigen Ländern der Weltgemeinschaft ist natürlich von ebenso großer Bedeutung.

Wahr ist allerdings auch, dass mit dieser Auszeichnung bestimmte Auflagen und (laufende) Kosten verbunden sind, die allein von den Ländern zu tragen sind, in denen sich die Welterbe-Projekte befinden. Das ist häufig auch ein großes (finanzielles) Problem und bedeutet Druck auf die Verantwortlichen, den Anforderungen und Auflagen dauerhaft gerecht werden zu müssen, denn der begehrte Titel kann auch aberkannt werden.

Welche drei Basiskriterien sind Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung?

1. Einzigartigkeit, 2. Authentizität und 3. Integrität. Dazu gehört die Vorlage eines langfristigen Erhaltungskonzeptes für Bildung, Denkmalschutz und Nachhaltigkeit. Die Erhaltung von Kultur- und Naturstätten soll von überragender Bedeutung für die Menschheit sein..

Übrigens, Deutschland leistet einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 13 Millionen Euro.

Soweit die materiellen Schätze.

Aktuell geht es aber auch um die Wertschätzung und damit Auszeichnung von immateriellen Weltkulturerbe, wie Märchen, Mythen, Sprachen, Dialekte, Bräuche. Hier gibt es neue Chancen, für die globale Nachwelt bedeutungsvolles Wissen zu erhalten, in der Regel ohne hohe Kosten schultern zu müssen.

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