Tropenkrankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt 18 vernachlässigte Tropenkrankheiten, „neglected tropical deseases“ (NTDs), die von Mensch zu Mensch und von Tier zu Mensch übertragen werden. Dazu gehört z.B. die Flußblindheit. Meist sind Kinder und Frauen davon betroffen, die in extremer Armut leben, zudem in Regionen weltweit, die nur schwache Gesundheitsstrukturen aufweisen.

Während AIDS, Malaria, Tuberculose bekannt sind als häufig auch tödlich ausgehende Krankheiten, verursachen Tropenkrankheiten vor allem chronische Erkrankungen und Behinderungen.

Jährlich, so schätzen Experten der WHO, sterben allerdings auch bis zu etwa 500.000 Menschen an NTDs.

Die WHO geht davon aus, dass weltweit etwa 1 Milliarde Menschen von NTDs betroffen sind. Zentrum dieser Krankheiten ist Afrika, aber auch in Südamerika, dem Nahen Osten und Asien kommen diese Krankheiten vor.

Hilfe könnten gezielt einzusetzende Medikamente bringen, die aber häufig nicht vorhanden bzw. nicht verfügbar sind. Diese wenig beachteten, zudem armutsbedingten Krankheiten sind auch eine schwere wirtschaftliche Bürde für Familien, Gemeinden und gesamte Regionen.

Die Weltbank schätzt, dass

  • Bis 2050 weitere 28 Millionen Menschen aus Krankheitsgründen in die Armut abgleiten,
  • die weltweiten Gesundheitskosten um 1,2 Billionen Dollar steigen werden;
  • arme Länder mehr als 5 % ihres Bruttosozialproduktes einbüßen.
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