Nachhaltig Wirtschaften

Deutschland ist im internationalen Vergleich einer der größten Geber im bilateralen Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Darunter fallen Maßnahmen im Bereich der lokalen Privatwirtschaftsförderung, der Finanzsystementwicklung / Mikrofinanzierung und Mikroversicherung. Aber auch die Innovationssystemförderung, ökologisches Wachstum und Förderung von Umwelt- und Energieeffizienz, Informations- und Kommunikationstechnologien, wie z.B. Mobile Banking, Smart Cities sollte die Entwicklungszusammenarbeit umfassen.

Inklusives Wirtschaftswachstum ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung und entscheidend für die Bekämpfung von Armut, Not und Mangel an Lebensnotwendigem. Dafür bedarf es einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Förderung der Wirtschaft vor Ort, Entwicklung lokaler und regionaler Märkte und der Verbindung mit deutschen und internationalen Unternehmen.

Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaft müssen dabei aufeinander aufbauen und einander ergänzen, quasi Hand-in-Hand arbeiten. Um die Wirtschaft besser einzubeziehen und ihr mehr Möglichkeiten für ein Engagement in einem Entwicklungsland zu bieten, ist es nötig, die Rahmenbedingungen für mehr Handel und Investitionen auf politischer Ebene zu verbessern. Zur Erschließung neuer Märkte ist nachhaltiges Wachstum und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln (CSR) erforderlich.

Deutsche Unternehmen im Ausland sind gerade auch in Entwicklungsländern bekannt dafür, dass sie Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards nicht nur einhalten, sondern oft sogar deutlich übererfüllen, im Vergleich zu dem, was vor Ort üblich ist. Auf diese Weise werden deutsche Investitionen in Entwicklungsländern zum besten Hebel, um Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen Einkommen und Lebensperspektiven zu ermöglichen.

In armen Ländern sollte der Fokus der Förderung insbesondere auf kleinsten, kleinen und mittelständischen Unternehmen (KKMU) liegen, die in den meisten Volkswirtschaften über 90 Prozent der Unternehmen ausmachen. KKMU tragen insbesondere durch Ausbildung, Beschäftigung und Einkommen entscheidend zur Entwicklung eines Landes bei. Dieses Potential können sie aber in vielen Entwicklungs- und auch Schwellenländern nicht vollständig nutzen, wegen niedrigerer Produktivität und geringer Wettbewerbsfähigkeit. Zudem fehlt häufig der Zugang zu den nötigen Finanzdienstleistungen. Defizite in der Infrastruktur, im Bildungssystem, in ungünstigen politischen, rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen kommen oft hinzu.

Hier kann das Entwicklungsministerium hilfreich sein, etwa mit Hilfe des bewährten Programms developPPP.de, um mehr Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft zu fördern, durch Rat und Tat der Servicestelle für die Wirtschaft oder aber mittels Beratungsleistungen gegenüber den Auslandshandelskammern. Zudem bietet eine spezielle Förderung von mittelständischen Unternehmen durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) viele Möglichkeiten, eine ausländische Investition für beide Seiten erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.

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