Halbierung der Armut weltweit

Millenniumsentwicklungsziele

Es gibt gute Nachrichten zur Bekämpfung der absoluten Armut – weltweit:

Ziel erreicht: Lt. einer Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung ist das Millenniumsziel der Vereinten Nationen, ist der Anteil der Menschen, die in absoluter Armut leben, d.h. über weniger als einen Dollar pro Tag verfügen, weltweit von 36 (1990) auf 15 Prozent (2011) gefallen. Damit steht fest, dass das Millenniumsentwicklungsziel der Vereinten Nationen, die absolute Armutsquote in den Entwicklungsländern zwischen 1990 und 2015 zu halbieren, erreicht wurde!

Die Anzahl der Arbeitnehmer, die weniger als 1,25 Dollar pro Tag verdienen, sank sogar von 811 Mio. (1991) auf 375 Mio. (2013). Allerdings ist die absolute Armutsgrenze – von weniger als 1,25 Dollar täglich zu leben – in den verschiedenen Weltregionen recht unterschiedlich gesunken.

Der Anteil derjenigen Menschen, die 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung haben, sank

  • In Ostasien/ Pazifik von 77,2 auf 12,5 Prozent
  • In Subsahara Afrika von 51,5 auf 48,5 Prozent
  • In Südasien von 61,1 auf 31.0 Prozent
  • In Latein-Amerika von 11,9 auf 5,5 Prozent
  • Mittlerer Osten / Nord-Afrika von 9,6 auf 2,4 Prozent.

(Quelle: Bankenverband / Weltbank)

 

Sonderfall Venezuela

Auffällig ist nach der erwähnten Studie die Tatsache, dass der Anstieg der Armut in Venezuela besonders hervorsticht. Die Anzahl der Personen, die weniger verdienten, um sich den repräsentativen Warenkorb zu leisten, stieg im Jahr 2013 um 1,8 Mio. Etwa sechs Prozent aller 30 Mio. Venezolaner sind im letzten Jahr unter diese Armutsgrenze geraten. Noch schlechter sehen die Zahlen aus bei der Entwicklung der extremen Armut. Diese wird mit den Kosten eines repräsentativen Warenkorbs nur für Nahrung und Getränke gemessen.

2013 stieg die Anzahl der Venezolaner, die in extremer Armut lebten, um 730.000 Personen. Derzeit beläuft sich die Anzahl extrem armer Venezolaner auf fast drei Millionen; dies bedeutet etwa ein Zehntel der Bevölkerung.

Die Ursachen dafür liegen in einem jährlichen Preisanstieg von ca. 60 Prozent sowie miserabler Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die stagnierenden Ölpreise verschärfen die Situation im Ölexportland Venezuela zusätzlich.

Die wichtigste Maßnahme zur Armutsbekämpfung ist die Erhöhung der Beschäftigung. Für gute Jobs sind Schulbildung, Ausbildung, Weiterbildung von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist die Bildung so entscheidend für die Entwicklungsländer – neben Nahrung, Gesundheit.

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