Globales Lernen mit „weltwärts“

Zunächst ein paar Daten und Fakten:

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ bietet jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 28 Jahren eine hervorragende Möglichkeit, sich in Entwicklungsländern zu engagieren und internationale Erfahrungen zu machen für den weiteren Lebens- und Berufsweg.

Ob nach dem Abitur, vor Beginn des Studiums oder nach dem Schulabschluss – vor oder nach einer Ausbildung, das „weltwärts“-Programm umfasst aktuell etwa 7.000 anerkannte Einsatzplätze, die von rd. 180 Entsendeorganisationen angeboten werden.

Seit Beginn des Programms im Jahr 2008 sind über 17.000 Freiwillige in mehr als 80 Länder ausgereist. Dabei wählten fast 40 % der Freiwilligen Lateinamerika, 38 % Afrika, 19 % Asien, 2,5 % Osteuropa und 1 % Ozeanien.

Die Länder-Hitliste führen aktuell Südafrika, Indien, Perú.an. Die wichtigsten Arbeitsbereiche der Freiwilligen sind der Bildungssektor, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen, der Gesundheitssektor und der Umwelt- und Ressourcenschutz.

Der Einsatz der jungen Leute dauert im Durchschnitt 12 Monate. Vor der Ausreise wird jeder Teilnehmer in mehrwöchigen Intensiv-Seminaren sehr sorgfältig auf den Einsatz im jeweiligen Entwicklungs- / oder Schwellenland vorbereitet. Zwei Drittel der Freiwilligen sind weiblich. Das Durchschnittsalter liegt bei knapp 20 Jahren.

Evaluierung

Die 2011 vom BMZ in Auftrag gegebene Evaluierung des Programms ergab, dass „weltwärts“ vor allem Abiturienten/-innen erreicht, weshalb ein Konzept zur Diversifizierung von Zielgruppen erarbeitet wurde. Ziel ist eine bessere Soziale Inklusion. Das bedeutet, dass künftig Zielgruppen wie Menschen

  • mit Behinderungen,
  • mit laufender oder abgeschlossener Ausbildung sowie
  • mit Migrationshintergrund

stärker im Fokus des„weltwärts“-Programms stehen sollen.

Rückkehrarbeit

Nach ihrer Rückkehr von einem „weltwärts“-Aufenthalt leisten die Teilnehmer Informationsarbeit in Schulen, Kirchengemeinden, Jugendorganisationen, um über ihre vielfältigen Erfahrungen und Erlebnisse in einem Entwicklungsland authentisch zu berichten.

Diese Rückkehrarbeit ist nun stärker an den Bedarf der Rückkehrenden ausgerichtet. Dazu wurden keine neuen Strukturen geschaffen, sondern vorhandene Institutionen qualifiziert, über Möglichkeiten des entwicklungspolitischen Engagements besser zu informieren und die Freiwilligen bei der Beantragung von Fördermitteln zu beraten.

Zur Entbürokratisierung wurde ein Kleinstmaßnahmenfonds erarbeitet. Damit soll der Zugang zu Fördermitteln für Rückkehrende flexibilisiert und stärken an deren Bedarf ausgerichtet werden.

Weitere Details: www.engagement-global.de

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