Forderungen zum Klimagipfel

Fakten :

  • Weltweit haben etwa 1,2 Mrd. Menschen (IEA) keinen Zugang zu elektrischer Energie
  • 2,7 Mrd. Menschen sind angewiesen auf Holz / Holzkohle / Dung als einzige Energiequellen

zum Kochen. Massive Umweltschäden und jährlich etwa 1,4 Mio. Todesfälle durch Rauchvergiftungen sind die Folgen. Entwicklungsländer sind besonders betroffen.

  • Die weltweite Energieproduktion verursacht ca. 35 % der EO2-Emissionen;
  • auf die weltweite landwirtschaftliche Produktion entfallen 25 % der CO2-Emissionen.

Klimaflüchtlinge:

Die zu erwartende Zunahme von Nuturkatastrophen durch den Klimawandel, wie Sturmfluten, Dürren, Trinkwasserknappheit wird zu einer dramatischen Verschärfung der Flüchtlingsproblematik führen. UN-Angaben zufolge ist bei einem ungebremsten Klimawandel bis 2050 mit etwa 200 Mio. Klimaflüchtlingen zu rechnen.

Forderungen:

  1. Zugang zu Energieversorgung in Entwicklungsländern vor allem durch Technologie-Transfer und Investitionen (private, öffentliche) in moderne erneuerbare Energien, für schnellere, umweltfreundliche Wirtschaftsentwicklung.
  2. Decarbonisierung: Schrittweiser Ausstieg. Nutzung vorhandener Kohleressourcen in Entwicklungs- / Schwellenländern (z.B. Mongolei, Südafrika, Indien, China) zunächst durch verstärkten Einsatz moderner, „sauberer“ Technologien, ermöglichen.
  3. Mit Blick auf die ärmsten und am stärksten vom Klimawandel betroffenen Menschen ist die Anpassung an den Klimawandel gleichwertig mit Emissionsminderungen zu behandeln und „Schäden und Verluste“ für Entwicklungsländer entlastend zu berücksichtigen.
  4. Klarheit bei der Klimafinanzierung! Ab 2020 gilt die Klimafinanzierung durch die Industrieländer (Green Climate Fund) von 100 Mrd. US-Dollar, und zwar jährlich, aus privaten und öffentlichen Finanzquellen. Die aktuelle Lücke von 20 Mrd. US-Dollar ist zu schließen und dabei vorrangig die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel – vor allem für Entwicklungsländer –  zu sichern.
  5. Neuausrichtung der Entwicklungspolitik durch Verlinken mit Aussen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Umweltpolitik, zentriert auf das höchste Kosten-/-Nutzen-Verhältnis.
  6. Fokussierung der Entwicklungspolitik auf Krisenprävention und Konfliktbewältigung.
  7. Vereinbarung eines umfassenden und rechtlich bindenden Klimaabkommens, das einer gloablen Umwelt- und Entwicklungspartnerschaft entspricht.
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