EBOLA auf dem Vormarsch

Lange Zeit wurde die Viruskrankheit Ebola weltweit unterschätzt. Die internationale Staatengemeinschaft und auch die deutsche Bundesregierung sind deshalb dringend aufgefordert, mehr zu unternehmen im Kampf gegen diese Epidemie.

In Guinea, Sierra Leone und Liberia gibt es bereits etwa 4.000 Todesopfer. Die Dunkelziffer ist vermutlich sehr viel höher. Die Viruskrankheit grassiert mit hoher Geschwindigkeit.

Vor Ort fehlt es an Medikamenten, Schutzanzügen, Desinfektionsmitteln, Isolierstationen, speziell medizinisch geschultem Personal und vor allem an gezielter und gut organisierter Aufklärung der Bevölkerung über die bestehenden Ansteckungsgefahren.

Gerade in abgelegenen Dörfern wissen die Bewohner oft nicht, wie sie mit Ebola-Toten umgehen sollen. Sie wissen nicht, dass jede ungeschützte Berührung der Leichen zu lebensbedrohlichen Ansteckungen führen kann.

Ernst zu nehmende Virologen fürchten inzwischen,das Virus könnte wegen der vielen Mensch-zu-Mensch-Übertragungen mutieren und den menschlichen Körper als Wirt nutzen. Die explosionsartig gestiegenen Neuinfektionen sprechen für diese Befürchtung.

Die deutsche Bundesregierung hilft mit zwei Transall-Transportflugzeugen (wovon eines technisch nicht einsatzbereit war) und 100 Soldaten, die Hilfsgüter transportieren und ein mobiles Behandlungszentrum aufbauen sollen.

Die US-Regierung schickte – zum Vergleich – dagegen 3.000 Soldaten, die 17 Feldlazarette in Westafrika aufbauen. Zudem sollen pro Woche bis zu 500 Krankenpfleger vor Ort ausgebildet werden. Das ist vorbildlich.

Prävention ist in dieser Situation von besonderer Bedeutung:

Könnten 70 Prozent der Ebola-Infizierten isoliert betreut werden, würde eine Ausbreitung dieser Epidemie verhindert werden (lt. Center of Disease Control, CDC). Vergessen wir nicht: Das Virus hat längst auch Europa erreicht…….

Ebola hat in den am meisten betroffenen westafrikanischen Staaten nicht allein eine vierstellige Zahl von Toten und viele, viele Neu-Infizierte gekostet – nein, auch das öffentliche Leben ist dort völlig zum Stillstand gekommen. Die Folgen sind u.a. der Zusammenbruch auch der allgemeinen Gesundheitsversorgung sowie der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Afrikanische Entwicklungsbank (ADB) schätzt, dass schon jetzt das Wirtschaftswachstum in West-Afrika um etwa 4 % gesunken sein soll.

 
Dies bedeutet einen herben Rückschlag bei allen bislang in West-Afrika erzielten Entwicklungsfortschritten.

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