Aktuell
Barrierefreie Version
Kontakt
Impressum
AKTUELL
Meine persönliche 100-Tage-Bilanz: Crash-Kurs in 100 Tagen in die Welt der Entwicklungsländer

Berlin, Februar 2010: Um es gleich auf einen kurzen Nenner zu bringen: Meine neuen Aufgaben als Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung brachten mir fünfzig Prozent mehr Arbeit – aber hundert Prozent spannende Themen, echte politische Gestaltungsmöglichkeiten und natürlich zahlreiche internationale Begegnungen. „Die Welt zu Gast im Entwicklungshilfeministerium“ – so lassen sich die vielen Fachgespräche mit Vertretern von Hilfsorganisationen, Kirchen, Ministern und Staatschefs aus vielen (Entwicklungs-)Ländern der Erde zusammenfassen.

Nach elfjähriger Tätigkeit als Parlamentarierin, noch dazu in der Opposition, haben hundert Tage im Regierungsamt meinen Alltag bis in den kleinsten Winkel meines Berufs- und Privatlebens verändert. Es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen Sitzungs- und Wahlkreiswochen. Für mich ist fast durchgängig Präsenz in Berlin bzw. Bonn angesagt. Dennoch versuche ich weiterhin Wahlkreistermine – vor allem zum Wochenende – wahrzunehmen.

Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Darstellung, dass Entwicklungszusammenarbeit umfassend ist. Klimapolitik und Entwicklungspolitik sind zwei Seiten einer Medaille, ebenso wie die Stärkung des ländlichen Raums und die Abschaffung von Agrar- und Exportsubventionen. Gleichermaßen sind Bildung und Ausbildung sowie ein funktionierendes Gesundheitssystem essentiell bei der Bekämpfung von Armut und Hunger. Unsere liberale Entwicklungspolitik soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein. Staatliche Hilfen allein schaffen die weltweiten Herausforderungen nicht. Die Zivilgesellschaft gehört dazu. Daher stehen für mich zwei Netzwerk-Projekte im Fokus der Arbeit der nächsten Zeit:

1) Ich möchte Akteure von Entwicklungsorganisationen, Stiftungen und Vereinen in einer Modellregion an einen Tisch bringen und ihr Engagement bündeln und koordinieren, um Hilfen zielgenauer und effizienter zu gestalten;
2) Ich möchte Akteure der (mittelständischen) Wirtschaft, wie IHKn, Handwerkskammern etc. gezielt ermuntern, sich an Ausschreibungen (z. B. auch für Teillose) für Entwicklungshilfeprojekte zu beteiligen.

Mit solcher „Vernetzung“ schaffen wir mehr Leistungen für ärmste Länder und mehr Akzeptanz der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in unserem Land. Wer weiß schon, dass derzeit etwa 500.000 Arbeitsplätze in Deutschland mit Entwicklungsprojekten verbunden sind. Diese Zahl lässt sich weiter steigern.




Gudrun Kopp und Prinzessin Maxima der Niederlande im BMZ in Berlin © H. Lange

26.01.2010: Gudrun Kopp traf Prinzessin Máxima der Niederlande zum Gespräch über Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern

Prinzessin Maxima engagiert sich seit einiger Zeit stark für die Erweiterung des Zugangs zu Finanzierung für Arme und insbesondere für Mikrofinanzierung/ Kleinstkredite. So war sie z. B. in der UN Beratergruppe im internationalen Jahr für Mikrokredite 2005 tätig. Im Jahr 2009 nominierte sie UN General Sekretär Ban Ki-moon zur Sonderbotschafterin für finanzielle Inklusion. In dem 45-minütigen Gespräch tauschten sich Prinzessin Máxima und Staatssekretärin Kopp über die Möglichkeiten und Chancen aus, die Mikrokredite und Mikroversicherungen für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der armen Bevölkerung in Entwicklungsländern bieten. Kopp: „Wir waren uns einig, dass diese Form der Unterstützung den Armen in besonderem Maße ein würdevolles Dasein und eigenbestimmtes Leben ermöglichen.“
Drucken
Aktuell nach oben

mehr
05.02.2010
Internationaler Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung"
Download
28.01.2010
Gudrun Kopp traf Prinzessin Máxima der Niederlande zum Gespräch über Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern
Download
20.01.2010
Botschafter von Haiti kommt zur Spendengala nach Bad Salzuflen
Download
weitere Pressemitteilungen
Aktuell Termine Unterwegs Bundestag Wahlkreis Persoenlich Presseservice Kontakt