All posts by Gudrun Kopp

Not im Jemen

Seit nunmehr drei Jahren bekämpfen sich im Jemen schiitische Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Regierung, unterstützt von der Führung in Saudi Arabien. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind inzwischen 22 Mio. der insgesamt 27 Mio. Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen. Tod, Unterernährung, Krankheiten bedrohen die Menschen vor Ort. Die Cholera ist ausgebrochen; sie hat aktuell etwa 1 Mio. Menschen erfasst . Es ist die schlimmste von Menschen verursachte Krise weltweit !! Die weiterlesen [...]

Hungerkrise bewältigen

Die Vereinten Nationen brauchen langfristig ein verlässliches Finanzierungsmodell für ihre Katastrophenhilfe. Bislang haben nämlich die Ernährungsprogramme (WFP) keine festen Etats, sondern sind von Fall zu Fall auf Zusagen der Geberstaaten angewiesen. Die aktuelle Hunger-Krise im Jemen und in weiteren afrikanischen Ländern – Somalia, Südsudan, Nigeria – ist alarmierend. Etwa 20 Mio. Menschen sind dort von Hunger und Mangelernährung bedroht. Gerade weil aber Länder wie Nigeria oder weiterlesen [...]

Gefahr für Welthandel

Das bewährte Schiedsgerichtsverfahren, die „scharfen Zähne“ der Welthandels-organisation (WTO) ist in Gefahr und damit auch die friedliche Beilegung von Handelsstreitigkeiten. Die Amerikaner sträuben sich gegen die nötige Neubesetzung von drei freien Richterposten. Einmal mehr stellt US-Präsident Trump Protektionismus und eigene Interessen in den Vordergrund seines politischen Handelns. Während der WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires wird es zwar keine weltbewegenden Entscheidungen geben weiterlesen [...]

Globale Gesundheit

Das Thema „globale Gesundheit“ ist wichtiger Teil der Umsetzung der VN-Agenda 2030 und die in ihr enthaltenen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs). Herausforderungen sind die Prävention / Bekämpfung von  Pandemien Antimikrobiellen Resistenzen (AMR) Vernachlässigte Krankheiten Die globale Vernetzung von Gesellschaften, Unternehmen und Regierungen bedeutet, dass mit Ausbruch einer schweren Infektionskrankheit weitreichende humanitäre, gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche weiterlesen [...]

Pandemien

Der Zugang zu Gesundheitsleistungen ist absolut nicht selbstverständlich. Vor allem in armen Ländern sind sie meist unerreichbar. So kommen in Afrika auf etwa 100.000 Einwohner durchschnittlich nur 16 Ärzte. Das bedeutet, dass etwa 80 % der afrikanischen Bevölkerung keinerlei Zugang zu Gesundheitsleistungen haben. Kein Wunder, dass Pandemien auf dem afrikanischen Kontinent besonders starke Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Die schwere akute Infektion durch SARS drohte in den Jahren weiterlesen [...]

Handel als Motor für Entwicklung

Die Teilhabe an wirtschaftlicher Entwicklung durch Förderung von Investitionen der Privatwirtschaft, Zugang zum internationalen, auf Regeln basierender Handel und zur Digitalisierung sind auch für Entwicklungsländer Voraussetzung für ein breitenwirksames Wirtschaftswachstum, das Jobs vor Ort schafft. Zum Erreichen dieses Ziels können auch die viel gescholtenen bilateralen Freihandelsabkommen beitragen, sofern sie verbunden werden mit sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Standards. Damit weiterlesen [...]

Migranten als Entwicklungshelfer

Migranten, die im Ausland Geld verdienen, überweisen im Durchschnitt Milliarden-summen an ihre Familien in der Heimat und sichern damit häufig deren Überleben. Konkret zeigt sich das Ausmaß dieser „Entwicklungshilfe“ an folgender Zahl: So schicken Migranten mit afrikanischer Herkunft nach aktuellen Schätzungen jedes Jahr etwa 1,2 Milliarden Euro aus Deutschland an ihre Angehörigen auf dem afrikanischen Kontinent. „The African Network of Germany“ startete kürzlich eine Umfrage weiterlesen [...]

Tropenkrankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt 18 vernachlässigte Tropenkrankheiten, „neglected tropical deseases“ (NTDs), die von Mensch zu Mensch und von Tier zu Mensch übertragen werden. Dazu gehört z.B. die Flußblindheit. Meist sind Kinder und Frauen davon betroffen, die in extremer Armut leben, zudem in Regionen weltweit, die nur schwache Gesundheitsstrukturen aufweisen. Während AIDS, Malaria, Tuberculose bekannt sind als häufig auch tödlich ausgehende Krankheiten, verursachen Tropenkrankheiten weiterlesen [...]

Neue Antibiotikatherapien gesucht

Forschung und Entwicklung im Bereich antimikrobielle Resistenzen (AMR) zur Entwicklung neuer Antibiotikatherapien werden dringend benötigt. Die Weltgemeinschaft ist aufgefordert, gegen lebensbedrohliche und hochgradig resistente Organismen gegen die seit Jahrzehnten wachsenden Antibiotikaresistenzen anzugehen. AMR ist ein globales Problem, das reiche Industrienationen und einkommensschwache Länder gleichermaßen betrifft. Es gibt eine riesige Forschungslücke, die auch bei vernachlässigten und weiterlesen [...]

Fairtrade-Jubiläum

Das bekannteste Nachhaltigkeitssiegel Fairtrade feiert 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum präsentiert Transfair in Deutschland Verkaufszahlen von zertifizierten Produkten von über 1 Milliarde Euro im Jahr 2016. Der faire Handel soll Erzeugern einen Mindestpreis für ihre Produkte und damit verlässliche Einkommen garantieren. Zudem sollen in der Produktion internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Ende 2016 profitierten vom Fairtrade-Handel 1,66 Millionen Kleinbauernfamilien weiterlesen [...]

Deutsche Stiftungen engagiert in Entwicklungszusammenarbeit

Im Rahmen der Globalisierung wird die Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger. Das spiegelt sich auch im neuesten Stiftungs-Report: Danach engagieren sich 1.766 deutsche Stiftungen aller Rechtsformen in der Entwicklungszusammenarbeit. Ob als Impulsgeber, Innovationsförderer, Finanziers oder Projektträger – die Palette der Förderungen kommt insgesamt der Verbesserung von Lebensbedingungen vieler Menschen weltweit zugute. Die genannten Stiftungen sind vor allem in Afrika und Asien aktiv. Genauer weiterlesen [...]

Vernachlässigte Tropenkrankheiten bekämpfen

Wer kennt sie, die „neglected tropical deseases“ (NTDs)? Wie Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt 18 Tropenkrankheiten, die von Mensch zu Mensch und von Tier zu Mensch übertragen werden. Meist sind Kinder und Frauen davon betroffen, die in extremer Armut leben, zudem in Regionen weltweit, die nur schwache Gesundheitsstrukturen aufweisen. Während Aids, Malaria, Tuberkulose bekannt sind und häufig tödlich ausgehen, verursachen die vernachlässigten tropischen Krankheiten (NTDs) vor allem weiterlesen [...]

Libyen

Die EU-Staats-und Regierungschefs haben im Febr. 2017 beschlossen, den Ausbau der Zusammenarbeit mit Libyen zur Eindämmung von Fluchtbewegungen auf der zentralen Mittelmeerroute beschlossen. Klar ist, dass die Zusammenarbeit mit Libyen schwierig bleibt. Es gibt keine wirklich tragfähigen staatlichen Strukturen, zudem bleibt die Sicherheitslage angespannt – der Zugang zum Land ist eingeschränkt. Libyen wird für die EU ein Lackmustest, was völkerrechtliche und internationale Standards, zu weiterlesen [...]