Milliardenschweres Jagdfieber

Die kenianische Regierung setzt ein Ausrufezeichen mit dem Verbrennen von 120 Tonnen beschlagnahmtem Elfenbein vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Sie lenkt damit die Aufmerksamkeit auf den nötigen Artenschutz – und sagt den Wilderern im eigenen Land den Kampf an. Gleichzeitig verzichtet die Regierung auf Einnahmen im Umfang von etwa 1,8 Mio. Euro.

United Nations Development Programme (UNDP) nennt alarmierende Zahlen:
So werden weltweit jedes Jahr 147 Milliarden Euro im Handel mit illegal getöteten
Wildtieren umgesetzt. An folgenden Zahlen wird das Ausmaß der Bedrohung des Fortbestandes des afrikanischen Elefanten und des Nashorns deutlich:
Im Jahr 1980 gab es noch etwa 1 200 000 afrikanischen Elefanten;
2015 waren es gerade noch 450 000. Im Jahr 2007 (früheste, verlässliche Statistik)
wurden 13 gewilderte Nashörner registriert; 2014 waren es bereits 1.215 Tiere.

Der Internethandel mit bedrohten Tieren boomt. Dort werden Tiere, Tierteile oder Tierprodukte angeboten. Spitzenreiter nach Ländern sortiert ist China mit rd. 18.500 Tieren, gefolgt von Deutschland mit rd. 4.800 Tieren, Russland rd. 2.600 Tiere, Frankreich und Großbritannien mit jeweils etwa 1.600 Tieren.

Es lohnt sich daher, gerade in der Entwicklungszuammenarbeit (EZ) Länder wie Kenia u.a. beim Artenschutz mit konkreten Projekten zu unterstützen. Sinnvoll ist die Ausbildung von Park-Rangers, die dafür sorgen, dass Wilderern das Handwerk gelegt werden kann. Die vielen z.T. weltbekannten Nationalparks bleiben so mit Tieren und Landschaft auch für den gelenkten, sanften Tourismus erhalten, der Arbeitsplätze und staatliche Einnahmen in erheblichem Umfang fördert.

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