06.12.2011

Zivilgesellschaftliches Engagement ist für friedliche politische Zukunft Afghanistans von entscheidender Bedeutung

Gudrun Kopp traf am Samstag in Bonn beim Zivilgesellschaftlichen Forum Afghanistan mit einer Delegation der afghanischen Zivilgesellschaft zusammen. Damit löste sie eine Zusage ein, die sie jüngst auf einer Reise nach Afghanistan gegeben hatte: Bei ihrem Gespräch mit Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft Anfang Oktober 2011 hatte sie ein Treffen anlässlich des Zivilgesellschaftlichen Forums vereinbart und insbesondere Frauen zur Teilnahme ermutigt.
Mit Erfolg: 16 der 34 Delegierten, die nun in Bonn dem Forum bei-wohnten, waren Frauen. Gudrun Kopp zeigte sich erfreut und hob hervor: "Afghanische Frauen müssen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben Afghanistans noch stärker Stimme und Gesicht bekommen. Der hohe Frauenanteil in der zivilgesellschaftlichen Delegation verdeutlicht eindrucksvoll den Willen afghanischer Frauen, aktiv an der Zukunft ihres Landes mitzuwirken."
Im Rahmen des Forums diskutierten die afghanischen Delegierten mit Vertretern der deutschen politischen Stiftungen und der interessierten Öffentlichkeit Vorschläge zur Zukunft ihres Landes und stellten eine "Botschaft der afghanischen Zivilgesellschaft an die Internationale Afghanistankonferenz" mit Politikempfehlungen an die afghanische Regierung und die internationale Gemeinschaft vor. Eine Delegierte und ein Delegierter aus ihrer Mitte präsentieren diese Botschaft prominent während der Internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn am 5. Dezember 2011.
"Die Beteiligung der afghanischen Zivilgesellschaft am Vorbereitungsprozess der Internationalen Afghanistan-Außenministerkonferenz in Bonn ist ein wichtiger Bestandteil der Konferenz. Mit den vorgelegten Politikempfehlungen unterstreicht die afghanische Zivilgesellschaft den ihr zustehenden politischen Gestaltungsanspruch. Ihr Engagement als Mittler zwischen Bevölkerung und afghanischer Regierung ist für die friedliche politische Zukunft Afghanistans von entscheidender Bedeutung", betonte die Parlamentarische Staatssekretärin.
Neben Gesprächen mit den Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft nahm Kopp an einem Podiumsgespräch mit Außenminister Guido Westerwelle und seinem afghanischen Amtskollegen, Salmai Rassoul, teil. Zum Ausklang des zweitägigen "Zivilgesellschaftlichen Forums Afghanistan" lud Kopp die insgesamt 34 afghanischen Delegierten, die zuvor in einem intensiven, landesweiten Abstimmungs- und Beratungsprozess unter Federführung der Afghanistan Independent Human Rights Commission aus den Reihen zahlreicher Nichtregierungsorganisationen sowie Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft ausgewählt worden waren, zu einem Abendessen mit Vertretern der politischen Stiftungen und Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag ein.