10.01.2011

Entwicklung braucht Energie


(c) Tim Raabe Gudrun Kopp eröffnet erste Fachtagung der neuen Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Bonn.

In vielen Ländern der Welt ist die Energieversorgung nur unzureichend gesichert. Rund 1,4 Milliarden Menschen haben keinen Strom. Große Teile der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara aber auch in ländlichen Gebieten Lateinamerikas und Asiens haben keinen Zugang zu moderner Energie. Nach Einbruch der Dunkelheit versinken ganze Dörfer im Finsteren.

Für viele Menschen in Entwicklungsländern sind Holz oder Holzkohle oft die einzigen verfügbaren Energiequellen – mit verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt. Jährlich sterben 1,5 Millionen Menschen durch den Rauch traditioneller Kochstellen, wertvolle Holzressourcen werden vernichtet.
Anlässlich der Eröffnung der Fachtagung "Im Abseits der Netze – dezentrale Energieversorgung in Entwicklungsländern" erklärte Gudrun Kopp vor Fachleuten aus Entwicklungszusammenarbeit, Nichtregierungsorganisationen und Privatwirtschaft: "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt deshalb weltweit die dezentrale Energieversorgung in Entwicklungsländern. Besonders dort, wo sie der Verbesserung der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Armen, der Schaffung sozialer Sicherheit, der Stabilität der Partnerländer und dem Schutz der Umwelt und des globalen Klimas dienen."
Die vom 10. bis 12. Januar im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn stattfindende Veranstaltung ist die erste Fachtagung der neuen GIZ, die aus der Fusion der früheren Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit GTZ, DED und InWEnt hervorgegangen ist. Kopp: "Ich freue mich, dass diese Tagung bereits von allen drei Organisationen gemeinsam geplant wurde. Dies setzt ein Zeichen. Die gebündelten Stärken der Vorläu-fer-Organisationen bieten uns die Möglichkeit, die Vielfalt der Instrumente wirkungsvoll einzusetzen."
Die neue GIZ führt fast 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der bisherigen GTZ, des DED und von InWEnt zusammen. Mit der erfolgreichen Gründung der neuen GIZ werden bestehende Doppelstrukturen verringert und die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erhöht.